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Klimaschutz soll sich für jeden lohnen

12. Juli 2020

Maria Pacurariu (17) und Noah Kawohl (17) engagieren sich in Nürnberg bei der Bewegung Fridays for Future und erzählen im NZ-Interview, was sie damit bewegen wollen.

NZ: Sie setzen sich für die Umwelt ein. Wie umweltbewusst leben Sie in ihrem Alltag?

Noah Kawohl: Ich bin Vegetarier. Unsere Bewegung will aber vor allem die Systemkritik an die Öffentlichkeit bringen und nicht jeden einzelnen an den Pranger stellen.

Maria Pacurariu: Es kann nicht sein, dass ein Flugticket günstiger ist als die Bahnfahrkarte. Wir wollen, dass Klimaschutz sich für jeden lohnt und nicht nur das Privileg der Reichen ist.

NZ: Viele kritisierten an Ihrer Bewegung, dass Sie freitags den Unterricht ausfallen lassen.

Pacurariu: Wenn wir nicht während der Schulzeit gestreikt hätten, hätten wir auch nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Außerdem tun wir einiges außerhalb der Schulzeit. Wir organisieren etwa Veranstaltungen und Seminare, auch in den Ferien.

NZ: Haben Ihre Proteste viel bewirkt?

Kawohl: Ich hoffe, dass wir auch etwas bewirken können, aber die Klimaschutz-Maßnahmen, die die Regierungen bis jetzt getroffen haben, stehen in keinem Verhältnis zum Aufwand, den unsere Bewegung betrieben hat mit Milllionen protestierenden Menschen weltweit.

NZ: Was bedeutet die Corona-Zeit für den Umweltschutz für Sie?

Pacurariu: Das Virus hat die Politik gezwungen, die Situation als Krise zu sehen und somit auch schnell zu handeln. Das Gleiche könnten die Politiker bei der Klimakrise tun. Wir werden es weiterhin fordern.

Fragen: Petronella Varga, AmySoumah, Angelina Chichos

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