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Die Natur ist nur noch schönes Beiwerk

9. Juli 2020

Seit vielen Jahren engagiert sich Richard Stry beim Bund Naturschutz im Vorstand. Er beklagt, wie wenig Kinder über die Natur wissen. Ich bin zwar ein Optimist, aber ich sehe schon die Klimakatastrophe auf uns zurollen. Um das Schlimmste zu verhindern, müssen wir unsere Lebenseinstellung verändern. Etwa beim Verkehr. Da geht es nicht darum, ob ich im elektrischen Stau stehe oder im Benzin-Stau. Deswegen brauchen wir kein neues Elektroauto, sondern ein neues Bewegungsverständnis, in dem man gar nicht in den Stau kommt. Etwa dann, wenn möglichst viele radfahren oder den ÖPNV nutzen. Leider habe ich nicht das Gefühl, dass die Menschen umweltbewusster geworden sind. Im vergangenen Sommer bin ich mit dem Rad mehrere Plätze in Nürnberg abgefahren, habe dort die Temperatur gemessen und immer wieder Menschen erlebt, die an ihrem Auto mit laufendem Motor standen.

Asphalt- oder Betonplätze waren dabei drei Grad Celsius wärmer, als Grün- und Parkanlagen. Ob die junge Generation viel umweltfreundlicher ist, bin ich mir auch nicht sicher. Es ist vielleicht zum Teil so. Das Engagement der Bewegung Fridays for Future ist gut. Sie hilft, die Umweltprobleme aufzuzeigen und die Menschen zum Denken anzustoßen. Auf der anderen Seite wissen die Kinder viel zu wenig über die Natur. Sie wachsen mit Technik auf und für sie ist die Natur eigentlich nur noch ein schönes Beiwerk.

Wir tun aber was für den Nachwuchs. Etwa im Projekt „Sehnsucht Wildnis“, das zu unserem naturpädagogischen Bildungsprogramm gehört. In diesem Projekt wird den Kindern die Natur auch in der Stadt nahegebracht.

Protokoll: Amy Soumah, Petronella Varga

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