+ Schwerpunkt Europa- Donauwörther Zeitung- Evang. Funkagentur
Chancen und Grenzen

14. Juli 2019


Was hat Europa mit dem Landkreis Donau- Ries zu tun? Viel. Denn das große Ganze besteht
immer aus den vielen kleinen Teilen. Markus Erdt ist mit beidem beschäftigt. An ihn als Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler (CSU) wenden sich die Menschen mit ihren Anliegen.

Und die sind manchmal ganz lokal – und mitunter auch von europapolitischer Bedeutung. Erdt betont, dass Bayern eng mit Europa verknüpft sei, nicht nur aufgrund der Mittellage und der Geschichte. Viele europäische Gesetze wirken sich auch auf die Bundes- und sogar auf die Landesebene aus. Da stellt sich die Frage, ob dies ein Vor- oder Nachteil ist. Um einen Vorteil zu belegen, greift Erdt zur Zuckerrübe. Europa will die von Staat zu Staat unterschiedlichen Subventionen für Zuckerrüben in allen Ländern gleichsetzen. Dies sei aber nur möglich, wenn es eine Europäische Union gibt, die auch Gesetze verabschieden darf.

Auf rein nationalstaatlicher Ebene wäre eine solche Harmonisierung laut Erdt kaum möglich. Bald könnten, im Erfolgsfall, alle Landwirte den gleichen Zuschuss für ihre Rüben bekommen. Eine wichtige Frage ist zudem die der Migration. Seit 2015 kam eine große Zahl an Flüchtlingen über den Balkan und Österreich nach Bayern – und auch in den Kreis Donau-Ries. Diese Herausforderung konnte nur durch viele öffentliche und kirchliche Institutionen sowie die ehrenamtlichen Helfer bewältigt werden. Ausgestanden ist die Herausforderung nach wie vor nicht. Auf die Hilfe Europas wurde zwar gehofft, jedoch war es  nicht möglich, darauf zu warten. Und somit musste Deutschland alleine handeln. Oftmals waren es die Kreise und Kommunen, die in Eigenregie organisierten und Hilfe gestalteten.

Markus Erdt in Radiointerview:

Was bleibt von der Projektwoche? EU – pro oder contra? Sämtliche behandelte Themen zeigen: Europäische Zusammenarbeit bietet Chancen und nicht zuletzt ein nicht zu unterschätzendes Maß an Freiheit und Frieden. Klar wurde jedoch auch: Einzelne Identitäten sind zu respektieren – und vor allem die europäische Bürokratie sollte das haben, was es im Inneren Europas kaum mehr gibt: Grenzen. (dz)

 

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