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Volo ist ein Modellprojekt der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Projektleitung – Uta Löhrer, Johannes Uschalt und Jean-Francois Drozak

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Schwerpunkt – Ökologie

Die Welt steht still, doch die Erde dreht sich weiter. Die Weltbevölkerung wächst, und wächst. Der Hunger nach Rohstoffen steigt, auch wenn in Zeiten der Pandemie viele Fabriken auf dieser Welt still stehen. Muss der Einzelne sich mit „Weniger“ begnügen, damit der Klimawandel aufgehalten werden kann? Oder braucht es eher neue Technologien? Was wünscht sich die Jugend für ihre Zukunft? Was kann der Einzelne tun, um einen ökologischen Beitrag zu leisten. Und wird das ausreichen? Wohin kann die Reise hingehen?

Ab dem 29.07. haben sich Jungredakteur*innen aus Nürnberg das Schwerpunktthema journalistisch erarbeitet. Die Themenseite wurde am 03.07. in der Nürnberger Zeitung veröffentlicht. Ein Radiomagazin wurde im Rundfunk in Kooperation mit der EFA mehrfach ausgestrahlt. Für den 02.07. und 03.07. produzierten sie eine Life-Talkshow.

Jugendliche aus Nürnberg haben  Passant*innen befragt, wie sie zu Ökologischem Handeln denken:

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Schwerpunkt Ökologie – Impressum

Diese Themenseite  sowie ein Radiomagazin der Evangelischen Funkagentur (gesendet am 12. Juli auf Charivari) und eine Szenische Talkshow  sind das Ergebnis des
Projekts „Volo“. Jugendliche der Carl von Ossietzky-Mittelschule in Nürnberg haben sich eine Woche lang mit dem Thema „Ökologie“ beschäftigt.

Die NZ-Seite entstand unter der Leitung von Ella Schindler. Die Life-Talkshow  leiteten
Jean-Francois Drozak und Mayet Gressenberger. Die Radiogruppe leiteten Lisa Kräher und Annette Link. Jungredakteuer*innen: Elio Riedl, Bujamina Kurtishi, Wiktoria Sliwinska, Giuseppe Vasic, Yahya Alseied, Angelina Chichos, Petronella Varga, Amy Soumah.

Projektträger: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

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Klimaschutz soll sich für jeden lohnen

Maria Pacurariu (17) und Noah Kawohl (17) engagieren sich in Nürnberg bei der Bewegung Fridays for Future und erzählen im NZ-Interview, was sie damit bewegen wollen.

NZ: Sie setzen sich für die Umwelt ein. Wie umweltbewusst leben Sie in ihrem Alltag?

Noah Kawohl: Ich bin Vegetarier. Unsere Bewegung will aber vor allem die Systemkritik an die Öffentlichkeit bringen und nicht jeden einzelnen an den Pranger stellen.

Maria Pacurariu: Es kann nicht sein, dass ein Flugticket günstiger ist als die Bahnfahrkarte. Wir wollen, dass Klimaschutz sich für jeden lohnt und nicht nur das Privileg der Reichen ist.

NZ: Viele kritisierten an Ihrer Bewegung, dass Sie freitags den Unterricht ausfallen lassen.

Pacurariu: Wenn wir nicht während der Schulzeit gestreikt hätten, hätten wir auch nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Außerdem tun wir einiges außerhalb der Schulzeit. Wir organisieren etwa Veranstaltungen und Seminare, auch in den Ferien.

NZ: Haben Ihre Proteste viel bewirkt?

Kawohl: Ich hoffe, dass wir auch etwas bewirken können, aber die Klimaschutz-Maßnahmen, die die Regierungen bis jetzt getroffen haben, stehen in keinem Verhältnis zum Aufwand, den unsere Bewegung betrieben hat mit Milllionen protestierenden Menschen weltweit.

NZ: Was bedeutet die Corona-Zeit für den Umweltschutz für Sie?

Pacurariu: Das Virus hat die Politik gezwungen, die Situation als Krise zu sehen und somit auch schnell zu handeln. Das Gleiche könnten die Politiker bei der Klimakrise tun. Wir werden es weiterhin fordern.

Fragen: Petronella Varga, AmySoumah, Angelina Chichos

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Wir sollten lieber auf Wasserstoff setzen

Für Wolfgang Arlt hat die Corona-Krise auch etwas Gutes: Sie brachte die Politik dazu, mehr auf die Wissenschaftler zu hören. Im NZ-Interview erzählt der Professor, der bis zu seiner Emeritierung 2018 den Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik an der FAU Erlangen-Nürnberg innehatte, was gegen den Klimawandel helfen könnte.

NZ: Herr Professor Arlt, worin sehen Sie das größte Problem für unsere Umwelt?

Wolfgang Arlt: In der Produktion von CO2, dem Kohlendioxid. Warum manche Menschen am Klimawandel zweifeln, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn wir so weitermachen wie bis jetzt, werden wir bald keine Fische mehr in den Meeren haben, weil das Wasser an der Oberfläche für sie zu sauer wird. Dann haben wir eine Welternährungskrise. Denn viele Länder zum Beispiel in Südostasien ernähren sich von Fisch. Das Problem ist nur: Unser Klima verändert sich langsam. Die Ursachen für Veränderungen können viele Jahre zurückliegen. Das macht es uns schwer, die Zusammenhänge zwischen Ursachen und deren Folgen für das Klima zu erfassen.

NZ: Welche Rolle spielen Wissenschaftler beim Klimaschutz?

Arlt: Wenn man die deutsche Wissenschaft von der Leine lässt und in sie investiert, dann passiert richtig was. Wir haben unglaublich viel Kompetenz hierzulande. Ich bin sehr optimistisch, dass wir Wege finden werden, viel mehr fürs Klima zu tun. Die Wissenschaftler brauchen aber eine Leitplanke. Die Gesellschaft soll uns sagen, was sie will und unter welchen Bedingungen sie das will. An der Corona-Krise konnte man sehen, dass die Politik zum ersten Mal der Wissenschaft zugehört hat. Das ist nicht immer so gewesen.

NZ: Wie hilfreich sind die Versuche jedes Einzelnen, umweltfreundlicher zu leben?

Arlt: Es gibt Dinge, die man ohne großen Aufwand verbessern kann. Zum Beispiel nur zwei statt drei Mal im Jahr fliegen. Es wird die Umwelt zwar nicht retten, aber es ist ein Beitrag, der uns nichts kostet. Wir sollten erst einmal das tun, was uns nichts kostet.

NZ: Wie stehen Sie zu E-Autos?

Arlt: Alle heute diskutierten Fahrzeuge sind Elektroautos, das heißt, der Antrieb ist ein Elektromotor. Der Unterschied liegt allein in der Energiequelle: entweder sind das Batterien oder Brennstoffzellen, die – mit Wasserstoff versorgt – Strom liefern. Ich glaube, dass Batterie-Elektroautos keine Zukunft haben. Zudem sind die wirklichen Reichweiten auch heute noch sehr kurz. Mobilität funktioniert heute nur mit importierter Energie. Diese Mengen könnten wir elektrisch nicht importieren. Wir sollten lieber auf Wasserstoff setzen. Er kann den Elektromotor gut mit Strom versorgen. Es geht hier aber nicht nur um Autos. Wenn wir auf Wasserstoff als Energielieferant umsteigen, dann geht es um ein ganzes Energiesystem für die gesamte Industrie. Eines, das viel umweltfreundlicher wäre. Und grüner Wasserstoff wird aus regenerativ erzeugter Elektrizität durch Elektrolyse hergestellt. Verpackt in sogenannte Liquid Organic Hydrogen Carrier, eine Entwicklung der FAU Erlangen-Nürnberg, kann Wasserstoff als Flüssigkeit importiert werden.

NZ: Warum dominiert noch das Erdöl als Energielieferant?

Arlt: Die Umstellung würde einen gesellschaftlichen Umbruch bedeuten. Das birgt die Gefahr des Scheiterns oder hoher Kosten. Das wollen weder Politik noch die Industrie riskieren, weil sie größere Bevölkerungsgruppen nicht verärgern wollen.

NZ: Wird unsere Gesellschaft aus der Corona-Krise lernen?

Arlt: Es kann nicht sein, dass wir diesen teuren Lockdown hatten und machen nun weiter wie bisher. Wir konnten zum Beispiel schon sehen, dass es bei uns positive Elemente gibt. Vielleicht haben wir gelernt, dass unser Seelenheil nicht im Fliegen ruht oder im allwöchentlichen Restaurantbesuch oder 60 Paar Schuhen im Schrank. Wir haben auch gelernt, dass es besser wäre, die Medikamente nicht nur im Labor in China herstellen zu lassen, sondern auch bei uns. Wir wären dumm, wenn wir keine Lehren daraus ziehen würden. Aber die Umstellungen fallen den Menschen schwer. Fragen:

Petronella Varga, Emy Soumah, Ella Schindler, Angelina Chichos

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Ein Drittel der Nürnberger ist mit dem Fahrrad mobil

Schafft die Gesellschaft das Umdenken hin zu konsequenterem Umweltschutz? Berthold Söder vom Ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) bleibt zuversichtlich und beruft sich dabei auf die Erfahrungen mit dem Rauchverbot in Bayern.

Momentan sind leider nur um die zwölf Prozent aller Nürnberger mit Fahrrad unterwegs. Aber wenn die Fahrradwege weiterhin ausgebaut werden und mit den Möglichkeiten der E-Bikes könnte es in 20 Jahren ohne weiteres 30 Prozent mehr Fahrradfahrer in der Stadt geben.

Wenn in den kommenden zwei Jahrzehnten dann auch noch nur etwa zehn Prozent mit dem Auto fahren, dann wären wir schon ein gewaltiges Stück weiter. Jetzt sind um die 40 Prozent der Nürnberger Autofahrer. Wir brauchen auch im öffentlichen Verkehr ein vereinfachtes Tarifsystem.

Weil sich die Stadt zum 365-Euro-Ticket verpflichtet hat, verspricht auch der ÖPNV ein Renner zu werden. Wir beim Verkehrsclub denken, dass viele Menschen es nutzen werden. Hier wäre die Herangehensweise wie beim Auto: Was ich schon habe, nutze ich. Wenn die Menschen das Ticket schon haben, dann fahren sie damit, bevor sie für Sprit Geld ausgeben müssen.

Wenn die zehn Prozent, die dann noch das Auto nutzen, auf Elektroautos setzen und der Strom etwa mit Windenergie erzeugt würde, das wäre akzeptabel. Was man aber auch wissen muss: Die Energie, die für die Herstellung eines Auto-Akkus benötigt wird, würde für 100 Akkus für E-Bikes ausreichen. Ich hoffe sehr, dass die Corona-Krise unsere Prioritäten ändert. Dass die Menschen sich fragen: Was bringt uns mehr Spaß: der kurzfristige Spaß, mit dem Auto durch die Stadt zu düsen, oder etwas Langfristiges, was allen nützt? Wir hoffen auf ein strukturelles Umdenken. Eine ähnliche Zäsur hat es ja schon beim Rauchverbot gegeben. Damals haben es viele nicht für möglich gehalten und jetzt ist es akzeptiert.

Protokoll: Petronella Varga, Amy Soumah

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Die Natur ist nur noch schönes Beiwerk

Seit vielen Jahren engagiert sich Richard Stry beim Bund Naturschutz im Vorstand. Er beklagt, wie wenig Kinder über die Natur wissen. Ich bin zwar ein Optimist, aber ich sehe schon die Klimakatastrophe auf uns zurollen. Um das Schlimmste zu verhindern, müssen wir unsere Lebenseinstellung verändern. Etwa beim Verkehr. Da geht es nicht darum, ob ich im elektrischen Stau stehe oder im Benzin-Stau. Deswegen brauchen wir kein neues Elektroauto, sondern ein neues Bewegungsverständnis, in dem man gar nicht in den Stau kommt. Etwa dann, wenn möglichst viele radfahren oder den ÖPNV nutzen. Leider habe ich nicht das Gefühl, dass die Menschen umweltbewusster geworden sind. Im vergangenen Sommer bin ich mit dem Rad mehrere Plätze in Nürnberg abgefahren, habe dort die Temperatur gemessen und immer wieder Menschen erlebt, die an ihrem Auto mit laufendem Motor standen.

Asphalt- oder Betonplätze waren dabei drei Grad Celsius wärmer, als Grün- und Parkanlagen. Ob die junge Generation viel umweltfreundlicher ist, bin ich mir auch nicht sicher. Es ist vielleicht zum Teil so. Das Engagement der Bewegung Fridays for Future ist gut. Sie hilft, die Umweltprobleme aufzuzeigen und die Menschen zum Denken anzustoßen. Auf der anderen Seite wissen die Kinder viel zu wenig über die Natur. Sie wachsen mit Technik auf und für sie ist die Natur eigentlich nur noch ein schönes Beiwerk.

Wir tun aber was für den Nachwuchs. Etwa im Projekt „Sehnsucht Wildnis“, das zu unserem naturpädagogischen Bildungsprogramm gehört. In diesem Projekt wird den Kindern die Natur auch in der Stadt nahegebracht.

Protokoll: Amy Soumah, Petronella Varga

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Schwerpunkt Kommunales

Wie funktioniert das öffentliche Zusammenleben in einer Kommune?
Auf Bundesebene sieht man sich vielleicht zwei Mal im Leben. In einer Kleinstadt läuft man sich einmal im Monat über dem Weg. Wie funktionieren politische Entscheidungsprozesse auf kommunaler Ebene? Wie bringt man eine Idee voran, und findet dafür Mitstreiter*innen? Wie ist das Zusammenspiel zwischen der Verwaltung, dem Stadtrat und der Zivilgesellschaft? Auf was sollte man im Disput achten, und tunlichst vermeiden? Über welche Themen reden die Menschen auf der Straße besonders gerne, und was sollte öfters angesprochen werden?

Ab dem 10.02. haben sich 20 Jungredakteur*innen aus Neumarkt in der Oberpfalz  das Schwerpunktthema journalistisch erarbeitet. Die Themenseite wurde am 14.02. in den Neumarkter Nachrichten veröffentlicht. Ein Radiomagazin wurde im Rundfunk in Kooperation mit der EFA mehrfach ausgestrahlt. Für den 09.02. und 10.02. produzierten sie eine Life-Talkshow in Kooperation mit der Stadt Neumarkt.

Jugendliche aus Neumarkt haben  Passant*innen befragt, was sie von Ihrer Stadt halten:

 

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Schwerpunkt Kommunales – Impressum

Kommunales ist das Ergebnis des Theater- und Medienprojektes „Volo“. Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule für Knaben sowie des Ostendorfer Gymnasiums in Neumarkt haben sich eine Woche lang mit dem Thema „Kommunales – Wie funktioniert das öffentliche Zusammenleben in einer Kommune?“ beschäftigt. Im Rahmen des Projektes entstanden neben der Themenseite noch ein Theaterstück sowie ein Radiomagazin der Evangelischen Funkagentur.

Theatergruppe unter Leitung von Jean-Francois Drozak: Nina Götz, Renée Romeis, Nico Lell, Pius Linkert, Quirin Lukas.

Radiogruppe unter Leitung von Roland Rosenbauer und Eleonore Birkenstock: Marius Özdemir, Carla Ott, Anna-Lena Fersch, Samuel Kiralik, Janno Behringer, Fabian Schmitz.

Die NN-Seite entstand unter der Leitung von Ella Schindler.

Projektträger: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

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Adolf Schlierf, 41. Stadtratsmitglied

„Das Lächeln auf dem Wahlplakat spielt keine Rolle“

Kaum ein Neumarkter Bürger kennt den Stadtrat so gut wie Adolf Schlierf. In den vergangenen 40 Jahren hat der 77-Jährige nur bei drei öffentlichen Stadtratssitzungen als Beobachter gefehlt. Im Protokoll schildert er seinen Blick auf das Gremium und die Kommunalpolitik. „Ich interessiere mich für die Kommunalpolitik, weil es uns Bürger persönlich betrifft, was da entschieden wird. Bei der Kommunalwahl gehe ich immer nach Personen und nicht nach Parteien. Egal, wie nett jemand auf dem Wahlplakat lächelt, die Politiker muss man beobachten und danach entscheiden. Ich selbst möchte mit keinem Politiker tauschen. Ich sitze im Stadtrat und weiß oft nicht, wie ich stimmen würde.

Im Stadtrat hat es schon immer Lustiges und Streit gegeben. Aber nachdem es jetzt keine absolute Mehrheit dort gibt, gibt es noch mehr Streit, und alles zieht sich in die Länge. Das Interesse in der Bevölkerung für die Kommunalpolitik richtet sich nach Themen. Geht es um den Straßenausbau oder ein neues Siedlungsgebiet, dann kommen die betroffenen Bürger in den Stadtrat. Das war früher nicht ganz so. Früher wurde mehr hingenommen. Heute gibt es oft Widerstände gegen politische Entscheidungen. Das finde ich nicht gut, dafür haben wir ja unsere Politiker.“

PROTOKOLL: BASTIAN KOLB, JAKOB NIEBLER

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Facebook ersetzt das Gespräch nicht

Nachgefragt: Im Geschäftsleben kommt es für die Firmen weiterhin auch auf den direkten Kontakt an, sagt Stefanie Haubner. Zusammen mit ihrem Bruder führt sie das Neumarkter Familienunternehmen Haubner Treppen.

Frau Haubner, wie ist der Ruf der Neumarkter Unternehmen?

Wir haben tolle führende Unternehmen in der Stadt und dadurch eine enorme Wirtschaftskraft. Wir sind sehr gut miteinander vernetzt. Zum Beispiel gibt es die Wirtschaftsjunioren, die sich zum regelmäßigen Austausch treffen.

Wie hat sich die Kommunikation im Geschäftsleben verändert?

Durch das Internet ist jetzt vieles anders. Man erreicht dadurch viele Menschen schneller und bekommt im Gegenzug aktuelle  Informationen. Dennoch ist ein persönliches Gespräch weiterhin wichtig. Das können Facebook oder Instagram nicht ersetzen.

Was können Unternehmer für Neumarkt und die Region tun?

In unserem Unternehmen beschäftigen wir Mitarbeiter aus der Region, oftmals sogar mehrere Familienmitglieder. Wir bemühen uns, dass sich unsere Mitarbeiter bei uns wohlfühlen. Denn der Fachkräftemangel ist im Landkreis deutlich spürbar. Heutzutage bewerben wir uns bei den potenziellen Arbeitnehmern und Azubis.

Was brauchen Unternehmer seitens der Politik?

Wir brauchen Politiker, mit denen wir uns auf Augenhöhe austauschen können. Die Kommunalwahlen sind daher auch für uns Unternehmer wichtig. Wir sollten Kandidaten wählen, auf die wir mit unseren Themen zugehen können, damit diese unsere Anliegen in die Stadt tragen.

INTERVIEW: SIMON NAGL

 

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