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Berührungspunkte öffnen Türen

22. Februar 2020

Susannne Sippl ist Geschäftsführerin des Sanitätshauses Sippl und eine engagierte Neumarkterin. Mit Freunden gründete sie den Verein „Chancen statt Grenzen“, um Geflüchteten zu helfen. Wie der Verein die Bürger mit seinem Anliegen erreichen konnte, erzählt die 36-Jährige in diesem Protokoll. „Als viele Flüchtlinge zu uns kamen, war ich mit meinen Freunden in einer Flüchtlingsunterkunft und wir haben gemerkt, dass es zwar sehr viele Sachspenden gibt, aber spezielle Sachen fehlen.

 

Zum Beispiel Schuhe in Größe 48. Wir wollten Hilfesuchende und Helfer zusammenbringen und waren gut vernetzt sowie zeitlich flexibel. Das war die Stärke unseres Vereins. Wir haben dabei gemerkt, dass es auf Kommunikation ankommt. Wir mussten mit vielen Menschen vorab sprechen, erklären, was wir tun. Besonders von Bedeutung war das bei Menschen, die dem Projekt skeptisch gegenüberstanden. Da war es wichtig, Berührungspunkte zu schaffen.

Wir haben etwa Spender in die Flüchtlingsunterkünfte mitgenommen oder von ganz konkreten Familien erzählt. Es ist auch einfacher zu helfen, wenn man jemandem in die Augen schauen kann. Damit öffnet man Türen. Das kostete auch sehr viel Zeit. Aber nur mit E-Mails, Flyern und Briefen erreicht man die Menschen nicht. Wir waren auch auf eine positive Berichterstattung und positive Rückmeldung seitens Hilfsorganisationen angewiesen, damit die Bevölkerung unserem Verein mehr vertraut. Außerdem waren wir auf die Unterstützung der Stadt Neumarkt angewiesen, etwa bei den bürokratischen Angelegenheiten, aber auch bei der Vernetzung. Da ist auch das Bürgerhaus sehr hilfreich.

Engagierte Bürger brauchen aber auch Lob anderer Menschen, der Verwaltung, der Politik. Wir haben viele positive Rückmeldungen gekriegt und sind so in unserer Arbeit gestärkt worden. Hilfreich sind zudem Vorzüge für Ehrenamtliche in der Stadt Neumarkt, etwa günstigere Eintritte. Das ist auch eine Wertschätzung, und auch das tut einfach gut.“
PROTOKOLL: TIM SCHUMACHER, MAXIMILIAN PUSCH

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